2. Infotag zu den Themen Energiespeicherung und nachhaltige Energieversorgung

Rund 40 Handwerker und Fachvertreter kamen am 24. Oktober zum 2. Infotag des Kompetenzzentrums für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement.

Welche Komponenten dezentraler Energieanlagen sind für kleine und mittlere Unternehmen sinnvoll? Wann rentieren sich Energiespeicher? Wie sieht Elektromobilität in Zukunft aus? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Investitionen in erneuerbare Energieanlagen und Speicher? Das und mehr erfuhren die Teilnehmer von Experten aus Wirtschaft und Forschung.

Der Trend zur Errichtung von dezentralen Energieanlagen eröffnet Handwerksbetrieben zum einen die Erschließung neuer Marktsegmente und zum anderen auch die Sicherung von Fachkräften im eigenen Unternehmen. Denn die Umsetzung von innovativen Energieprojekten ist gerade für den Nachwuchs ein besonders interessantes Themenfeld. Es erfordert zudem die Motivation der Mitarbeiter sich kontinuierlich weiterbilden zu wollen. Damit beispielsweise Batteriespeicher oder Wechselrichter verbaut werden dürfen, müssen zuvor Produktschulungen der Hersteller absolviert werden, um die dafür notwendigen Zertifizierungen zu erlangen. Darüber hinaus ist es von Vorteil zu wissen, wie die verschiedenen Komponenten in ein komplexes Managementsystem eingebunden werden können.

Die Handwerkskammer Potsdam bietet ab März 2020 Fachkräften aller Gewerke die Möglichkeit im Kurs „Stationäre Batteriespeicher“, sich auf den aktuellen Stand der technologischen Entwicklungen und der Funktionsweisen der verschiedenen Speichertechnologien zu bringen. Speziell für Gesellen und Meister im Elektrotechnikerhandwerk wird derzeit eine Weiterbildung zur „Fachkraft für dezentrale und regenerative Energieanlagen“ entwickelt, in der sich die Teilnehmer fit für die Umsetzung von Energieprojekten machen können, die eine Energiewende in den nächsten Jahren erfordern wird.

Die offizielle Eröffnung des Kompetenzzentrums und die Inbetriebnahme des Microgrids sind für Sommer 2020 geplant.